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Aids in China: Problem erkannt, Problem noch nicht gebannt

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Aids in China: Problem erkannt, Problem noch nicht gebannt

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Zum Weltaidstag hat der neue starke Mann Chinas mehrere Tabus gebrochen: Er machte den Kampf gegen die Immunschwächekrankheit zur Chefsache.
Xi Jinping schüttelte in einem Betreuungszentrum in Peking einem Infizierten die Hand. Er bezeichnete das Problem als Problem: Der aktuelle Zustand sei ernsthaft und benötige viel Engagement, sagte der Parteichef der KP Chinas. Und auf Plakaten wird Sex zwischen Männern thematisiert.

Schätzungsweise 780.000 Chinesen sind HIV-positiv, mehr als 20.000 sollen der Krankheit jedes Jahr zum Opfer fallen. Drei Viertel derer, die Behandlung benötigten, erhielten sie inzwischen auch, so staatliche Stellen – soll heißen, ein Viertel geht nach wie vor leer aus.

Offiziell totgeschwiegen werden vor allem
zehntausende Blutspender, die in den 90er Jahren in der armen Provinz Henan durch nicht sterile Nadeln infiziert wurden. Politisch verantwortlich war Li Keqiang, designierter Ministerpräsident.

Mit Reuters