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Die Ukraine hat gut halb so viele Einwohner wie Deutschland. Dafür gut sechsmal so viele AIDS-Tote – rund 3800 allein im Jahr 2011. Besonders alarmierend: Unter den Schwangeren steigt der Anteil der HIV-Positiven jedes Jahr um rund ein Viertel. Eine Momentaufnahme aus einer Geburtsklinik in Kiew.

Tetyana Tarasova, UNICEF Ukraine:

HIV-Infektionen werden in der Ukraine meistens zwischen Heterosexuellen übertragen, sagt die Statistik. Man kann also nicht sagen, dass sich vor allem Leute anstecken, die zu bestimmten Risikogruppen gehören – Drogensüchtige, die an der Nadel hängen, zum Beispiel. Die werden ja als erste stigmatisiert.”

Während anderswo die Zahl der Infizierten stagniert, findet das Virus in Osteuropa und Zentralasien immer neue Opfer – in der Ukraine gefördert durch mangelnde Aufklärung und Angst vor der Ausgrenzung. Der Staat bringt nur die Hälfte der nötigen Mittel für Tests und Behandlung auf.

Eine HIV-positive Schwangere:

“Als ich das mit dem Kind erfahren habe, da war ich hin- und hergerissen. Geheult habe ich, und dachte, das wird nie was. Aber ich freue mich drauf und bin ganz ungeduldig. Ich weiß, dass viele Mädchen eine anti-retrovirale Therapie bekommen und ihre Kinder gesund sind. Richtig Angst hatte ich nie.”

Übrigens: Der erste Dezember ist Welt-Aids-Tag.

Mit Reuters

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