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Kontroverse Wahl in Kuwait

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Kontroverse Wahl in Kuwait

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Zum zweitenmal in diesem Jahr sollen die Wähler im arabischen Golfemirat Kuwait neues Parlament bestimmen – überschattet von einem Aufruf zum Boykott. Im Februar war ein Parlament gewählt worden, in dem die regierungskritischen Parteien eine Zweidrittel-Mehrheit hatten. Es wurde per Gerichtsbeschluss aufgelöst.
 
Beobachter rechnen diesmal mit einer sehr niedrigen Wahlbeteiligung, weil
Islamisten, Liberale und die mit ihnen verbündeten Stammesführer zum Boykott aufgerufen haben. Der Emir hatte das bisher übliche Mehrstimmen-Wahlrecht geändert – sie sind nicht einverstanden.
 
Auch die Regierung in Kuwait wird vom Emir bestimmt, das Parlament kann von ihr Rechenschaft verlangen und Gesetze machen. Die Herrscherfamilie regiert das Öl-Exportland seit 250 Jahren. Zuletzt hatten Korruptionsvorwürfe die Atmosphäre zwischen Regierung und Parlament vergiftet.

Nur rund ein Drittel der rund drei Millionen Einwohner sind Kuwaitis, der Rest Arbeitskräfte von außerhalb.
 
 
Mit Reuters