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M23-Rebellen verlassen Goma

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M23-Rebellen verlassen Goma

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Die M23-Rebellen in der Demokratischen Republik Kongo haben die Stadt Goma in der Region Nord-Kivu verlassen. Die Regierung hatte Tausende Soldaten etwa 50 Kilometer vor Goma zusammengezogen, um die Rückeroberung vorzubereiten. Die M23-Rebellen hatten Goma am 20. November besetzt.

Wieviele Menschen bei den Kämpfen um Goma starben, ist unklar. Das Rote Kreuz berichtete von verwundeten Zivilisten in Goma.

Der erst kürzlich von Präsident Joseph Kabila zum
Armeechef ernannte Francois Olenga Tete schlug einen harten Ton an. Gegenüber westlichen Journalisten sagte er: “Jetzt ist Krieg und jetzt wird eben der Krieg zum Frieden führen. Wir haben das von Euch Europäern gelernt. Wir bereiten jetzt den Krieg vor.”

Die von den Rebellen entwaffneten Polizisten sollen nun in Goma ihren Dienst wieder aufnehmen.

Der Kampf der Rebellen um die Region im Osten der Demokratischen Republik Kongo geht trotzdem weiter, denn sie werden vermutlich von den Nachbarländern Uganda und Ruanda unterstützt und diese haben ein Interesse daran, in dem Gebiet, das reich an Bodenschätzen ist, ihren Einfluss auszudehnen.

Die M23-Rebellen haben Berichten zufolge auch bei ihrem Einmarsch in Goma vergewaltigt und gemordet und Kindersoldaten rekrutiert.

Der derzeitige Anführer der M23, Sultani Makenga (38), wird vom UN-Sicherheitsrat auf einer Liste mit Personen geführt, deren Konten wegen Beteiligung an Kriegsverbrechen einzufrieren und deren Reisefreiheit einzuschränken ist. Laut Uno handelt es sich bei Makenga um einen mutmaßlichen Mörder und Vergewaltiger.

In der Region Nord-Kivu sind rund 6700 Blauhelmsoldaten stationiert, allein 1400 Blauhelme waren in Goma, als die tausend M23-Kämpfer anrückten. Sie verhinderten den Einmarsch der Rebellen nicht, obwohl ihr Auftrag der Schutz der Zivilbevölkerung ist.

In Goma leben mehr als 500.000 Menschen. Mindestens 11.000 sollen in den vergangenen zehn Tagen geflohen sein.