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Peña Nieto als mexikanischer Präsident vereidigt

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Peña Nieto als mexikanischer Präsident vereidigt

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Mexikos neuer Präsident Enrique Peña Nieto ist in der Hauptstadt Mexiko-Stadt vereidigt worden. Bei der Zeremonie im Kongress zeigten seine politischen Gegner mit Plakaten ihren Unmut über den neuen Staatschef.

Der 46-jährige Peña Nieto hatte die Präsidentenwahl im Juli mit 38 Prozent der Stimmen gewonnen. Damit kehrt die in Mexiko jahrzehntelang regierende Partei der Institutionalisierten Revolution (PRI) an die Macht zurück.

Im Kongress hat der angehende Präsident aber keine Mehrheit, so dass er bei wichtigen Gesetzesvorhaben auf die Unterstützung anderer Parteien angewiesen ist.

Zu seinen Prioritäten gehören der Kampf gegen die kriminelle Gewalt, die Stärkung der Wirtschaft, eine Öffnung der staatlichen Erdölindustrie für private Investitionen und eine bessere öffentliche Gesundheitsvorsorge. Mexiko hatte in den vergangenen Jahren mit einem blutigen Drogenkrieg mit bis zu 60 000 Toten Schlagzeilen gemacht.

Außerhalb des Parlaments kam es zu schweren Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei. Der bei der Präsidentenwahl unterlegene Andres Manuel Lopez Obrador hatte seine Anhänger aufgerufen, am Tag der Vereidigung gegen die Amtsübernahme und die fehlende Transparenz bei den Wahlen auf die Straße zu gehen. Die Demonstranten rammten mit einem Lastwagen die Polizeiabsperrungen um das Parlament. Die Polizei setzte Tränengas ein. Mehrere Menschen wurden verletzt.