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Ägyptens Verfassungsrichter fühlen sich belagert - Spruch verschoben

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Ägyptens Verfassungsrichter fühlen sich belagert - Spruch verschoben

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Weil sie sich belagert fühlten, haben die Richter des Obersten Verfassungsgerichts in Ägypten ihren mit Spannung erwarteten Spruch zur Zulässigkeit der islamistisch dominierten Verfassungsgebenden Versammlung verschoben. Ein neuer Termin wurde nach Medienberichten nicht genannt.

Zuvor hatten islamistische Demonstranten das Gericht umstellt.

Demonstrant Mustafa Ibrahim:

“Wir haben eine Botschaft an die Justiz und an die Richter in diesem Land: Lasst die Finger von der Politik. Bleibt außen vor und mischt euch nicht ein.”

Demonstrant Mohamed Abdellah:

“Ich will hier den Prässidenten unterstützen. Und das Verfassungsgericht unter Druck setzen: Alle Richter sind vom früheren Präsidenten ernannt. Sie wollen Ägypten niedermachen.”

Präsident Mohammed Mursi hatte die aktuelle Justizkrise ausgelöst. Angesichts des drohenden Spruchs der Verfassungsrichter über die verfassungsgebende Versammlung hatte er seine oberste Autorität über die Justiz verkündet.

In knapp 2 Wochen soll das Volk über im Eilverfahren verabschiedeten den Verfassungsentwurf abstimmen.

Mit Reuters, dpa