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Frustriertes Slowenien wählt

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Frustriertes Slowenien wählt

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Im Euroland Slowenien entscheidet eine Stichwahl über das Amt des Staatspräsidenten. Rund 1,7 Millionen Bürger haben die Wahl zwischen dem amtierenden Präsidenten Danilo Türk und dem früheren sozialdemokratischen Regierungschef Borut Pahor.

Pahor hatte Türk in der ersten Runde völlig überraschend mit 40 zu 36 Prozent abgehängt. Er geht als Favorit in die zweite Runde.

Wegen der Unzufriedenheit vieler Slowenen wird mit einer schwachen Wahlbeteiligung
gerechnet.

Slavko Njivar:

“Überzeugt bin ich von keinem der beiden. Die
sind wie zwei Seiten derselben Medaille. Die Umfragen sehen Pahor vorn, ich weiß. Er wird’s wahrscheinlich. Aber Überraschungen sind jederzeit drin.”

Smiljan Sosic:

“Wir kennen ja alle Kandidaten schon aus irgendeinem Amt. Das ist wie ein Karussell. Links und rechts, rechts und links. Aber am Ende bleibt alles wie es ist. Echte Typen sind das nicht. Und auch nach dieser Wahl ändert sich nichts.”

In der vergangenen Woche hatten mehrere zehntausend Menschen in dem Alpen- und Adrialand gegen Regierung und Opposition
demonstriert. Auch Slowenien leidet unter Sparzwängen, gekürzten Beamtengehältern und Sozialausgaben – und fast 12 Prozent Arbeitslosigkeit.

Der Präsident hat in Slowenien vor allem repräsentative Aufgaben.

Mit AFP, Reuters, dpa