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Syrien: Autobombenanschlag in Homs

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Syrien: Autobombenanschlag in Homs

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In der syrischen Stadt Homs sind mindestens fünfzehn Menschen bei der Explosion einer Autobombe getötet worden. Mehr als zwanzig Menschen sollen verletzt worden sein. Mehrere Häuser im Viertel Al Hamra wurden beschädigt. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana sprach von einem Terroranschlag. Homs ist mit ungefähr einer Million Einwohner die drittgrößte Stadt Syriens nach Damaskus und Aleppo.

Unterdessen gingen die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Rebellen in verschiedenen Teilen des Landes weiter. Aktivisten meldeten die Bombardierung von Gegenden im Großraum Damaskus, Latakia, Aleppo und Idlib.

In Syriens Hauptstadt Damaskus lieferten sich Regierungstruppen und Rebellen heftige Kämpfe um den strategisch wichtigen Flughafen. Nach Angaben der syrischen Menschenrechtsbeobachter in London bombardierten Regierungstruppen am Wochenende mehrere Viertel, um den Flughafen gegen Angriffe von Rebellen zu sichern. Das syrische Staatsfernsehen zeigte später Bilder von einem funktionierenden Flugbetrieb. Die meisten internationalen Fluglinien haben die Flüge nach Damaskus eingestellt. Der Geschäftsführer der syrischen Agentur für zivile Luftfahrt, Ghaidaa Abdullatif, rief nach Angaben des Staatsfernsehens alle internationalen Fluggesellschaften auf, die Flüge nach Damaskus wieder aufzunehmen, nachdem die Sicherheit auf der Straße zum Flughafen wieder hergestellt sei.

Seit Beginn des Aufstands gegen Präsident Baschar al-Assad im März 2011 summiert sich die Zahl der Toten nach Angaben der Vereinten Nationen auf mehr als 40.000. Hunderttausende Syrer sind geflohen.