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Endlich: Twitteraccount für Benedikt

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Endlich: Twitteraccount für Benedikt

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Es ist nie zu spät: Papst Benedikt XVI. wird bald schon im Internet twittern. Angemeldet ist der 85-jährige Pontifex schon mal beim Kurznachrichtendienst und sein Konto heißt “@pontifex”.

Die Echtheit des Accounts wurde von Twitter und dem Vatikan bestätigt. Es wird geschätzt, dass der Papst in Windeseile auf eine beachtliche Anzahl an Followern kommen wird.

Seine Fans sind begeistert. Schwester Giuliana sagt:

“Es ist wunderbar. Wir müssen uns der neuen Medien bedienen, um die Jugend zu erreichen. Der Papst zusammen mit den jungen Menschen, die diese neue Technologie benutzen – das ist einfach nur schön.” Sandro aus Holland findet, der Papst solle sich endlich für die Benutzung von Kondomen aussprechen. Das könne er ja dann über Twitter machen.

Am 12. Dezember wird der Papst zum ersten Mal mit eigenem Account twittern. Wie man das macht, habe er sehr schnell bei der ersten Session auf seinem Tablet begriffen, verlautete aus informierten Kreisen.

Im ersten päpstlichen Tweet wird es um Fragen des Glaubens gehen, teilte der Medienberater des vatikanischen Staatssekretariats, Greg Burke, mit. “Alle Tweets des Papstes sind die Worte des Papstes”, erklärte er zu den von Benedikt selbst verfassten spirituellen Twitter-Botschaften. “Twitter ist der leichtere Weg für die Botschaft des Papstes”, erklärte Burke auf die Frage, warum man es nicht mit Facebook versuche. Twitter sei ein Instrument mit vielen Vorteilen.

Die Twitter-Präsenz des Papstes drückt konkret die Überzeugung aus, dass die Kirche in der digitalen Arena gegenwärtig sein muss”, hält der Vatikan zu der neuen Medienaktivität des 85-jährigen Benedikt fest. Twitter sei dabei nur die Spitzes des Eisberges, was die Präsenz der Kirche in der Welt der neuen Medien angehe.

Der Vatikan ermutigte alle kirchlichen Institutionen und Gläubigen, auf eigene Weise ihre Überzeugungen auf dem “digitalen Kontinent” kundzutun. Benedikt jedenfalls wolle seine Tweets auch mit Nichtgläubigen teilen, diskutieren und einen Dialog anregen.

Angekündigt wurde die Twitter-Offensive schon Anfang November. Zum ersten Mal getwittert hatte der Papst bereits im Juni vergangenen Jahres. Damals gab er über das Twitter-Konto von Radio Vatikan den Start eines neuen Nachrichtenportals der katholischen Kirche bekannt und fügte auf Englisch hinzu: “Gelobt sei unser Herr Jesus Christus! Mit meinen Gebeten und Segenswünschen, Benedictus XVI”.

Der Vatikan hat seine Web-Präsenz in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgeweitet. Der vatikanische Kanal im Videoportal YouTube wird von rund 36 000 Nutzern abonniert.

Bei Twitter kann man bis zu 140 Zeichen lange Nachrichten – auch mit Links zu Bildern, Videos oder Webseiten – verschicken. Man kann den Nachrichtenstrom eines Nutzer abonnieren, damit man keine Mitteilung verpasst.