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Israelische Botschafter in mehreren europäischen Hauptstädten einbestellt

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Israelische Botschafter in mehreren europäischen Hauptstädten einbestellt

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Israel bekommt wegen neuer Siedlungspläne Druck aus Europa: Die israelischen Botschafter in
mehreren Hauptstädten – darunter London, Paris, Stockholm und Kopenhagen – wurden aus Protest gegen die umstrittenen Baupläne einbestellt. Der schwedische Außenminister Carl Bildt sagte, seine Regierung erwäge in Abstimmung mit den EU-Partnern weitere Schritte gegen Israel, die er im Moment aber nicht offenlegen wolle.

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel kritisierte Israels Baupläne. Deutschland verzichtete jedoch darauf, den israelischen Botschafter einzubestellen.
Merkel forderte Israel zum Verzicht auf das Projekt auf. Die Bundesregierung sei über die Pläne “äußerst besorgt”, so Regierungssprecher Steffen Seibert.

Der Siedlungsbau wird auch Thema der deutsch-israelischen Regierungskonsultationen sein, zu denen Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Mittwochabend im Kanzleramt erwartet wird. Seibert sagte, man freue sich auf “offene Gespräche unter Freunden”. Zugleich appellierte Berlin an Israelis und Palästinenser, sich
“konstruktiv” zu verhalten, um die Wiederaufnahme direkter Friedensgespräche nicht zu verbauen.

Israel reagiert mit dem Siedlungsbau auf die Anerkennung Palästinas als UN-Beobachterstaat.
Diese behindere die Friedensbestrebungen in der Region. An den Siedlungsplänen werde auf jeden Fall festgehalten, so ein Regierungssprecher in Tel Aviv.