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Überraschungssieger in Ljubljana

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Überraschungssieger in Ljubljana

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Borut Pahor ist neuer Präsident im Euroland Slowenien.

Als Regierungschef wurde er abgewählt. Jetzt meldet er sich mit einem überwältigenden Sieg als neuer Staatspräsident zurück. In der Stichwahl gewann er deutlich vor dem amtierenden Staatsoberhaupt Danilo Türk, der dem Sieger gratulierte und ihm viel Glück für seine Arbeit wünschte.

Der Sozialdemokrat Pahor (49) erzielte rund 67 Prozent der Stimmen, Türk konnte nur knapp 33 Prozent der Wähler für sich gewinnen.

Wobei die Wahlbeteiligung einem Boykott gleichkam: Nicht einmal 42 Prozent der 1,7 Millionen Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab, was vor allem daran liegen mag, dass der Präsident vor allem repräsentative Aufgaben zu erfüllen hat.

In Anspielung auf die Wählerabstinenz und die Massendemonstrationen gegen geplante soziale Einschnitte sagte Pahor:“Ihr Vertrauen in mich ist eine Botschaft. Wir müssen einen Ausweg finden, aus all den Problemen denen wir uns momentan gegenüber sehen.”

Der politisch linke Pahor muss in Zukunft mit der Mitte-Rechts-Regierung zusammenarbeiten.

Weil Slowenien nach Darstellung Jansas vor dem Bankrott steht, will seine Regierung Einschnitte ins soziale Netz durchsetzen. Pahor war als Vorgänger Jansas genau daran gescheitert.

Pahor wird am 23. Dezember in sein fünfjähriges Amt eingeführt.