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NATO stationiert "Patriot"-Raketen in der Türkei

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NATO stationiert "Patriot"-Raketen in der Türkei

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Die NATO hat beschlossen, “Patriot”-Flugabwehrraketen in das türkische Grenzgebiet zu Syrien zu entsenden. Damit soll das Regime in Damaskus vor einem möglichen Einsatz von Chemiewaffen gewarnt werden. Einen solchen Einsatz könne die Weltgemeinschaft nicht hinnehmen, sagte der Generalsekretär der Allianz, Anders Fogh Rasmussen. Greife jemand nach diesen schrecklichen Waffen, müsse die internationale Gemeinschaft sofort reagieren.

Die “Patriot”-Abwehrraketen waren vom NATO-Mitglied Türkei angefordert worden. Sie dienen ausschließlich der Verteidigung. Zuvor hatten erneut Berichte die Runde gemacht, dass Syrien in dem seit Monaten anhaltenden Bürgerkrieg Chemiewaffen einsetzen könnte. Der in Belgien lebende Vertreter der syrischen Opposition Georges Chachane erklärte gegenüber Euronews, es sei verständlich, dass die Türkei ihre Bevölkerung schützen wolle.

Die Belagerung der syrischen Hauptstadt Damaskus durch Truppen der Opposition habe das Regime in eine verzweifelte Lage gebracht. Deutschland, die Niederlande und die USA wollen die “Patriot”-Raketen und deren Bedienmannschaften innerhalb weniger Wochen in die Türkei entsenden. Die deutsche Regierung will noch in dieser einen entsprechenden Entschluss fassen und den Bundestag um Zustimmung bitten.