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Nordosten Syriens in kurdischer Hand

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Nordosten Syriens in kurdischer Hand

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Damaskus wird wieder von erbitterten Kämpfen zwischen Rebellen und den Truppen des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad erschüttert worden. Die Regierungsarmee bombardierte den Südosten der Hauptstadt, auch das Gebiet nahe des schwer umkämpften Flughafens war abermals Schauplatz von heftigen Gefechten.

Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen sowie zahlreiche Staats- und Regierungschefs, darunter US-Präsident Barack Obama, warnten Baschar al-Assad erneut vor dem Einsatz von Chemiewaffen.

Im Nordosten des Landes wird die Lage aufgrund des Konflikts zwischen den syrischen Rebellen und der kurdischen Volksverteidigungseinheit YPG zusätzlich kompliziert. Das Gebiet zwischen Ras al-Ain im Nordosten und der Grenze zum Irak wird von den Kurden kontrolliert, die Autonomie für diese Region anstreben.

Eine YPG-Kämpferin meint: “Aus meiner Sicht sind alle Menschen gleich: Kurden, Araber, Christen oder Syrer – alle sollten Teil der selben sozialen Klasse sein. Die Religion ist nicht das Problem. Wir wollen kein ausschließlich kurdisches Land, sondern einfach nur Frieden und Freiheit.”

Seitens der syrischen Rebellen wird der kurdischen Volksverteidigungseinheit, die enge Kontakte zur kurdischen Arbeiterpartei PKK unterhält, eine Nähe zu Baschar al-Assad nachgesagt.