Eilmeldung

Eilmeldung

Videokünstlerin gewinnt den Turner-Preis

Sie lesen gerade:

Videokünstlerin gewinnt den Turner-Preis

Schriftgrösse Aa Aa

Eine Videokünstlerin macht das Rennen um den Turner-Preis. Charmant gab Schauspieler Jude Law den Namen der diesjährigen Preisträgerin bekannt: Elizabeth Price.
“Es war eine große Freude, mit all den anderen Kandidaten, die ich persönlich und beruflich schätze, in die engere Wahl zu kommen”, erklärte Elizabeth Price in ihrer Dankesrede. “Von außen wirkte vielleicht es wie ein harter Konkurrenzkampf, dabei herrschte großer Respekt, Kameradschaft und ein gewisser Sinn für das Absurde.”
Ausgezeichnet wurde Price für das Film-Triptychon “The Woolworth Choir of 1979”, in dem sie sich unter anderem mit der Konsumkultur auseinandersetzt. Die Videoarbeit vermischt Aufnahmen von einem tragischen Warenhausbrand 1979 und einer Mädchen-Band aus den 60er Jahren.
“Ich interessiere mich dafür, was geschieht, wenn die Dinge aus ihren Kategoiren befreit werden, wenn Sozialgeschichte aus dem Rahmen der Dokumentation verlässt und mit etwas viel Umfassenderen vereint wird, wie Pop Musik”, erklärt Price.
Insgesamt waren vier Künstler für den renommierten, aber oft umstrittenen Preis nominiert. Neben Elizabeth Price der Filmemacher Luke Fowler, Performance-Künstlerin Spartacus Chetwynd und der für seine Zeichnungen und Marmor-Skulpturen bekannte Paul Noble. Er galt bei den Londoner Buchmachern als Favorit.
Die Auszeichnung ist mit 25 000 Pfund, umgerechnet rund 31 000 Euro dotiert.
Der Turner-Preis wird seit 1984 an Künstler unter 50 Jahren vergeben und zählt zu den wichtigsten britischen Kunstpreisen überhaupt. Zu den Preisträgern der vergangenen Jahre gehörten Damien Hirst und Anish Kapoor.
Die Werke der vier Finalisten sind bis zum 3. Januar im Londoner Tate Britain ausgestellt.