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Anhaltende Proteste gegen Islamisierungspläne

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Anhaltende Proteste gegen Islamisierungspläne

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Bei Massenprotesten gegen die Pläne von
Präsident Mohammed Mursi für eine Islamisierung Ägyptens ist es zu Ausschreitungen vor dem Präsidentenpalast in Kairo gekommen.

Die Krawalle brachen offenbar aus, als Aktivisten versuchten, eine Absperrung der Sicherheitskräfte nahe des Präsidentenpalastes zu überwinden. Die Polizei setzte daraufhin Tränengas ein.

Der Führer der ägyptischen Muslimbruderschaftspartei “Freiheit und Gerechtigkeit”, Saad Al-Katatni meint: “Die aktuelle Krise, die jetzt schon zwei Wochen andauert, nähert sich ihrem Ende. Wenn es Gottes Wille ist, sollen die Menschen doch gern noch bis zur Abhaltung des Referendums ihre Kritik äußern, danach wird sich die Lage beruhigen.”

Auch in Alexandria kam es zu massiven Protesten der Mursi-Gegner. Bis zu 20 Verletzte soll es im gnzen Land gegeben haben, meldete das Staatsfernsehen nach den ersten Zusammenstößen
von Sicherheitskräften und Aktivisten.

Die jüngste Krise hatte ein Verfassungsdekret Mursis ausgelöst. Der Präsident hatte damit seine Machtbefugnisse auf Kosten der Justiz stark erweitert.

Über die neue ägyptische Verfassung soll am 15. Dezember abgestimmt werden. Die Vorlage verleiht der Scharia und den islamischen Rechtsgelehrten ein noch stärkeres Gewicht bei der Gesetzgebung als bisher.