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John McAfee auf seiner Flucht jetzt in Guatemala

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John McAfee auf seiner Flucht jetzt in Guatemala

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Der Softwaremillionär John McAfee ist auf seiner Flucht jetzt in Guatemala angelangt. In dem mittelamerikanischen Land will er politisches Asyl beantragen.

McAfee war seit drei Wochen untergetaucht. Im verfeindeten Nachbarland Belize, wo er seit Jahren auf einer Karibikinsel lebte, wird er von der Polizei gesucht. Dabei geht es um Fragen zum Mord an einem Nachbarn.

Der 67-jährige McAfee, die Haare jetzt schwarz gefärbt, bestreitet jede Verwicklung in den Mord. Die Regierung in Belize habe ihn die ganzen letzten Monate drangsaliert, sagt er in Guatemala-Stadt.

Alle möglichen Verbrechen habe man ihm anhängen wollen, fügt er hinzu – ohne Genehmigung ein Antibiotikalabor betreiben, ohne Genehmigung Leibwächter beschäftigen, falsche Buchführung in seiner Firma und nun der Mord an seinem Nachbarn.

Der Nachbar hatte sich über McAfee beschwert, weil dessen Wachhunde so laut waren. Vor kurzem wurden die Hunde nach McAfees Angaben vergiftet; zwei Tage vor dem Mord an seinem Nachbarn. McAfee wurde auch öfter mit Waffen und mit bewaffneten Leibwächtern gesehen.

Wegen seines Hangs zu Waffen wurde in Belize bereits gegen ihn ermittelt. Die Polizei dort hatte auch den Verdacht, dass sein Labor ein Drogenlabor ist. Vor mehreren Monaten durchsuchte sie deshalb bei einer Razzia sein Anwesen.

Das alles und dass er im Zusammenhang mit dem Mord befragt werden soll, hängt für McAfee jedoch vor allem mit einer Weigerung zusammen, einen Politiker zu schmieren.

McAfee wurde reich und bekannt durch das Virenschutzprogramm für Computer, das seinen Namen trägt. Seine Anteile hat er aber vor langer Zeit verkauft; inzwischen betreibt er eine andere Firma.

Er sagt jetzt, bei einer Rückkehr nach Belize würde er umgebracht werden. Der Regierungschef dort nennt ihn deshalb paranoid und durchgeknallt.