Eilmeldung

Eilmeldung

Regie-Legende Zhang Yimou und viele preisgekrönte Beiträge

Sie lesen gerade:

Regie-Legende Zhang Yimou und viele preisgekrönte Beiträge

Regie-Legende Zhang Yimou und viele preisgekrönte Beiträge
Schriftgrösse Aa Aa

Zu den Ehrengästen auf dem roten Teppich von Marrakesch gehört in diesem Jahr der chinesische Regisseur Zhang Yimou. Das internationale Filmfestival widmet ihm eine Hommage. Sein aktueller Streifen “The Flowers of War” läuft in Marrakesch außer Konkurrenz.

Zhang Yimou: “Ich bin sehr glücklich, über meine Teilnahme am 12. Festival von Marrakesch. Die filmische Hommage, die mir hier zuteil wird ist eine kulturelle Brücke zwischen den Völkern, die den Menschen hilft, sich besser zu verstehen.”

Das Kriegsdrama “Flowers of War” mit Christian Bale handelt vom Massaker an der Bevölkerung in Nanjing 1937 während der japanischen Invasion.

Zhang Yimou gilt als einer der Stars des chinesischen Kinos. Von ihm stammen preisgekrönte Filme wie “Rote Laterne”, “House of Flying Daggers” oder “Der Fluch der goldenen Blume”.

Kawtar Wakil, euronews: “Filme aus fünf Kontinenten sind im Rennen um den Goldenen Stern von Marrakesch. Die meisten Bewerber wurden bereits mit wichtigen internationalen Preisen ausgezeichnet. Für die Jury wird es schwer werden, sich für einen der 15 Wettbewerbsfilme zu entscheiden.”

Auch zwei marokkanische Produktionen laufen im internationalen Wettbewerb. In “Zéro” kehrt Regisseur Nour-Eddine Lakhmari in seine Lieblingsstadt Casablanca zurück. Der Film handelt von einem Polizisten, der auf den Straßen der weißen Stadt patrouilliert und sich in eine junge Prostituierte verliebt.

Nour-Eddine Lakhmari: “Mein Kollege Nabil Ayouch beschäftigt sich in seinem wunderbaren Film mit der aussichtslosen Lage vor allem junger Menschen in Marokko, die quasi zu wandelnden Zeitbomben werden. In meinem Film “Zéro” geht es um die Läuterung durch Liebe.”

Viel Applaus gab für die junge Filmemacherin Lucy Mulloy und in ihren Beitrag” Una Noche”, eine Nacht.

Lucy Mulloy: “Wir hatten eine tolle Filmvorstellung. Der Saal war knackend voll und das Publikum ging mit. Das war wirklich schön. Ich fahre demnächst nach Havanna und freue mich schon sehr, alle Beteiligten wiederzusehen und ihnen von den Reaktionen hier zu erzählen. Schade, dass die Schauspieler und Produzenten nicht bei mir sein können.” Mulloys halbdokumentarischer Streifen zeigt die Wünsche und Sehnsüchte junger Menschen in Havanna, die auf die andere Seite des Meeres, nach Florida schauen.

Ebenfalls in Marrakesch mit dabei, der Kanadier Rafaël Ouellet und sein Film “Camion”, der bereits einen beachtlichen Festivalparcours hinter sich hat.

Rafael Ouellet: “Ich freue mich immer, mit meinem Film durch die Lande zu reisen. Ich bin zum ersten Mal in Marokko, in diesem Teil der Welt. Das ist sehr bereichernd, sowohl kulturell, als auch professionell. Ich hoffe, dass mein Beitrag eine ebenso exotische Wirkung auf die Menschen hier hat, das wäre eine Art Austausch.”

Das Familiendrama “Camion” ist bereits der vierte Streifen des aus Quebec stammenden Filmemachers und wurde in Karlovy Vary mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet.

Mehr dazu cinema