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Abwärtsspirale am französischen Arbeitsmarkt hält an

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Abwärtsspirale am französischen Arbeitsmarkt hält an

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Die Arbeitslosigkeit in Frankreich ist im dritten Quartal auf den höchsten Stand seit 13 Jahren gestiegen. Ein großes Problem für die Regierung und Präsident Francois Hollande: Er muss einerseits Ausgaben kürzen und Steuern erhöhen, um das Budgetdefizit in den Griff zu bekommen, andererseits soll er Arbeitsplätze vor allem in der Industrie erhalten.

Die Arbeitslosenquote unter Einbeziehung der französischen Überseegebiete stieg von 10,2 auf 10,3 Prozent und ist damit fast doppelt so hoch wie in Deutschland. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt bei rund 25 Prozent – fast jeder vierte Jugendliche hat keinen Job. Die französische Regierung kündigte vor kurzem an, ländliche Gebiete zu reindustrialisieren, um Arbeitsplätze vor allem für junge Menschen zu schaffen.

Ob das funktioniert, bleibt fraglich: Experten befürchten, dass der Negativtrend am französischen Arbeitsmarkt wegen der vielfach veralteten Strukturen anhält. Bei der Entwicklung der Lohnstückkosten belegt das Land gemeinsam mit Italien mittlerweile den letzten Platz in der Eurozone.