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EZB senkt Konjunkturprognose ab

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EZB senkt Konjunkturprognose ab

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Die EZB macht Geld in der Eurozone wenigstens vorerst nicht noch billiger. Der Leitzinssatz bleibt bei 0,75 Prozent. Es habe eine breite Diskussion im EZB-Rat gegeben, erklärte EZB-Chef Mario Draghi, letztlich sei die Entscheidung im allgemeinen Konsens gefallen. Außerdem reduzierte die Notenbank ihre Wachstumsprognose für dieses und das nächste Jahr. “Die wirtschaftliche Schwäche im Euroraum wird sich wahrscheinlich auch im nächsten Jahr fortsetzen”, sagte Draghi, “die andauernde Unsicherheit wird sich in den wirtschaftlichen Aktivitäten niederschlagen. In der zweiten Hälfte des Jahres 2013 sollte sich die Wirtschaft nach und nach erholen, wenn die globale Nachfrage anzieht und unsere angepasste Geldpolitik Wirkung zeigt, und wenn das steigende Vertrauen der Finanzmärkte sich langsam in der Wirtschaft manifestiert.”

Für das laufende wie auch für das nächste Jahr geht die EZB von einer schrumpfenden Wirtschaftsleistung aus. 2012 wird das Bruttoninlandsprodukt demnach um 0,5 Prozent zurückgehen, 2013 um 0,3 Prozent, erst 2014 soll die Wirtschaft der Eurozone wieder wachsen.

Auch die Inflationsprognosen wurden reduziert: Laut Draghi soll sich die Teuerung von 2,5 Prozent im laufenden Jahr auf 1,6 Prozent im kommenden Jahr abschwächen. Gut möglich, dass die EZB ihre Geldpolitik dann noch weiter lockert – was allerdings zu einer stark steigenden Inflation führen könnte, sobald die Wirtschaft wieder in Fahrt kommt.