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Leberzellentransplantation: "Sie sieht wie ein ganz normales Baby aus"

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Leberzellentransplantation: "Sie sieht wie ein ganz normales Baby aus"

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Nazdana Jan kam mit einem Harnstoffzyklus-Defekt auf die Welt – dabei ist der Ammoniakgehalt im Blut dauerhaft erhöht. Nazdanas Familie kam im April von Pakistan nach Kanada.

Zuerst hat sie gegessen, richtig gut, sagt Nazdanas Vater. Dann hörte sie auf. Es war fürchterlich und es war wirklich eine sehr, sehr harte Zeit. Das lässt sich mit Worten nicht beschreiben.

Die Ärtze in der Alberta-Kinderklinik sagen, wenn die Erkrankung nicht behandelt wird, zerstört sie das Gehirn und ist tödlich. Einzige Behandlungsmöglichkeit: eine Lebertransplatation. Schwierig bei so einem kleinen Kind.
Transplantationen von Leber-Zellen sind bisher nur 20 Mal weltweit durchgefährt worden, sagt Khan, größtenteils in Deutschland und den USA.

“Ich denke, der Status quo ist unbefriedigend für die Patienten, so Dr. Aneal Khan. Denn die meisten unserer Patienten, die das Kindes- und Erwachsenenalter überstehen, haben neurologische Schäden.”

Die Ärzte haben mehrere Leberzellen-Transplantationen durchgeführt, mit den gesunden Zellen halten sie das Ammoniak- Gehalt unten. Das Ziel: es auf einem niedrigen Niveau stabilisieren, bis sie alt genug ist für eine Lebertransplatation. Sie war nur 7 Tage im Krankenhaus. Nazdanas Vater kann kaum glauben, wie schnell sie sich erholt hat.

Sie sieht nicht aus wie ein krankes, sondern wie ein ganz normales Baby, sagt Nazdanas Vater.

Es ist eine ziemlich große Sache, wenn wir auch nur einem Kind so helfen können, haben wir das Ziel erreicht, erläutert Dr. Khan.

Ammoniak wird auf natürliche Weise im Körper produziert. Menschen mit einem Harnstoffzyklus-Defekt können Ammoniak nur eingeschränkt in Harnstoff umwandeln. Weil eine Zell-Transplatation einer Organ-Translantation ähnlich ist, bekommt Baby Nazdana Medikamente, um eine Abstoßungsreaktion zu verhindern.