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Schwieriges Treffen zwischen Deutschland und Israel

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Schwieriges Treffen zwischen Deutschland und Israel

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Kurz nach der umstrittenen Palästinaabstimmung in der UNO besucht Israels Regierungschef Berlin. Deutschland hatte sich bei dem Votum über den aufgewerteten Status der Palästinenser enthalten, aber eben nicht mit Israel gestimmt. Seitdem kommt noch der Ärger um die neuen israelischen Siedlungspläne hinzu, die in Deutschland keinen Beifall finden.

Man habe übereingestimmt darüber, dass man nicht übereinstimme, sagt Kanzlerin Angela Merkel. Israel
sei aber ein souveränes Land und entscheide selbst.
Das ändere nichts daran, dass man in den großen Fragen einer Meinung sei.

Der Gast aus Israel hält dagegen, die meisten Europäer würden denken, die Siedlungen seien der Auslöser für den Nahostkonflikt. Die Siedlungsfrage müsse in Verhandlungen gelöst werden, sagt Benjamin Netanjahu, aber sie sei nicht der Auslöser: Der Konflikt sei schon von Israels Nachbargebieten ausgegangen, fünfzig Jahre, bevor es überhaupt eine Siedlung gegeben habe.

Besonders umstritten ist Israels Absicht, für ein bisher unbebautes Gebiet bei Jerusalem die Planung
zu beginnen. Eine Siedlung dort, im sogenannten Gebiet E1, würde das palästinensische Westjordanland faktisch zerschneiden – und auch noch von Ostjerusalem abtrennen, das die Palästinenser einmal zur Hauptstadt eines eigenen Staats machen wollen.