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"Brasilien hat ein Genie verloren"

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"Brasilien hat ein Genie verloren"

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Brasilien erweist seinem großen Architekten Oscar Niemeyer die letzte Ehre: Mit einer Zeremonie in dem von ihm geschaffenen Präsidentenpalast in Brasilia nahm die Führung des Landes Abschied. Niemeyer war im Alter von 104 Jahren gestorben. Der Sarg wurde nach einer Fahrt durch die Hauptstadt von der Ehrengarde in den “Palácio do Planalto” getragen. Dort versammelten sich zum Beispiel Präsidentin Dilma Rousseff, zahlreiche Minister, der Präsident des Obersten Gerichtshofes sowie Freunde, Wegbegleiter und Bewunderer des Architekten. “Brasilien hat ein Genie verloren”, erklärte Staatschefin Rousseff.

Niemeyer entwarf Ende der 1950er Jahren die öffentlichen Gebäude in der Retortenhauptstadt Brasilia, die wegen ihrer modernen Architektur seit 1987 UNESCO-Weltkulturerbe ist.

Der Name Oscar Niemeyer steht für Hunderte von Bauwerken in aller Welt, die sich oft durch seine Markenzeichen abheben: geschwungene Kurven und
großzügige Raumgestaltung.

Er war prägend am Entwurf des UN-Hauptquartiers in New York beteiligt und schuf zudem das Interbau-Wohnhochhaus im Berliner Hansaviertel sowie die Zentrale der Kommunistischen Partei in Paris. In Brasilia gilt eine siebentägige Staatstrauer.