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Die Rache des Kreml: Schwarze Liste für US-Bürger

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Die Rache des Kreml: Schwarze Liste für US-Bürger

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Aus Moskau kommen scharfe Töne, nachdem in den USA ein Gesetz gegen mutmaßliche, russische Menschenrechtsverletzer verabschiedet wurde. Das sogenannte Magnitski-Gesetz untersagt Russen, die im Verdacht stehen, in ihrer Heimat in Menschenrechtsverletzungen verstrickt gewesen zu sein, die Einreise in die USA, ihre Vermögen in den USA dürfen eingefroren werden.

Der Vorsitzende des Außenpolitischen Ausschusses der Staatsduma, Alexej Puschkow, sagte, ein so deutlich anti-russisches Gesetz könne von Moskau nicht sang- und klanglos hingenommen werden. Das Gesetz provoziere den Kreml und sei ganz klar Russland-feindlich. In der Tat will Russland nun im Gegenzug US-Bürger, die angeblich Menschenrechtsverletzungen zu verantworten haben, auf eine Schwarze Liste setzen.

Eine Frau auf der Straße in Moskau sagt: “Das sind doch alles nur politische Spielchen.” In Washington meinte es der Kongress allerdings ernst, als er die Magnitski-Liste zum Gesetz machte. Die Liste war nach dem 37-jährige Juristen Sergej Magnitski benannt, der vor drei Jahren unter bis heute ungeklärten Umständen in einem Moskauer Gefängnis starb – zuvor hatte er einen Korruptionsskandal unter leitenden Steuerfahndern und Staatsanwälten aufgedeckt.