Eilmeldung

Eilmeldung

Installationen und Lichtkunst - ganz Lyon leuchtet

Sie lesen gerade:

Installationen und Lichtkunst - ganz Lyon leuchtet

Schriftgrösse Aa Aa

Lyon erstrahlt – die Stadt feiert das traditionelle “Lichterfest”. Ursprünglich galt das Fest am achten Dezember der Jungfrau Maria, sie sollte die Pest von der Stadt fernhalten. Heute dauert das Festival vier Tage . Der Lichtkünstler Daniel Knipper gestaltete zum Beispiel die Fassaden der beiden Hauptkirchen.

Deswegen habe ich meine Installation “und wenn” genannt, sagt Daniel Knipper. Im Sinne von “ Und wenn der Fluss Saone über das Ufer steigt und so eine riesige Leinwand ensteht, können sich dort Maler wie Kandinsky, Miro und Klee verewigen. So als wären wir Kinder und stehen vor einem riesigen Gemälde. “

Etwa 70 Installationen, Projektionen oder Licht-Kunstwerke sind überall in der Stadt aufgebaut. Die meisten findet man in der Innenstadt aber auch die anderen Stadtteile sind hell erleuchtet.

Dort, wo die beiden Flüsse in Lyon zusammentreffen, der sogenannten “confluence”, sehen die Besucher den mystischen Tanz der Wale.

Wir befinden uns über dem Wasser, deswegen muss auch die Projektion Teil des Elements sein – so zusagen wie es Wasservorhang. Eigentlich ist die Idee, einen Bogen entstehen zu lassen, als ob ein Pfau ein Rad schägt. Denn so eine ähnliche Bewegung macht auch ein Wal, wenn er aus dem Wasser springt, erkärt die Lichtkünstlerin Catherine Garret.

Aber nicht nur Künstler, sondern auch die ganz normalen Menschen nehmen teil und haben aus einer stinkenden unterirdischen Durchgang eine Passage unter dem Meer erschaffen.

“Ursprünglich war das hier eigentlich unter Wasser, da war die sogenannte “Confluence” geflutet. daran soll das Projekt erinnern. Hier kann man ein Bassin entdecken, mit Fischschwärmen – die Fische warten auf die Besucher, und werden von ihnen gestört. Dann endlich finden die Fische zurück zu ihrer Freiheit und schwimmen wieder an die Orte, an denen sie sich wohler fühlen, so Jérome Donna.

Etwa drei Millionen Besucher werden in den vier Tagen erwartet. Menschenschlagen stehen an, um die riesige Projektion auf Lyons zentralem Platz anzuschauen.

Es ist ein ungeheurer technischer Aufwand – mit 27 Videoproketoren.

“Zuerst gab es nur die magische Laterne, und irgendwann sind wir im Zeitalter des Kinos gelandet. Heute ist es uns möglich, bei solchen Projektionen die richtigen Proportionen beizubehalten – und so können Bilder auf riesigen Flächen entstehen, erklärt Künstlerin Hélène Richard.

Studenten aus Frankreich und anderen Ländern zeigen ebenfalls ihr Kunstwerke. Bei diesen beiden hier geht es um Eis, das während der vier Tage schmilzt. So verändert sich das Werk jeden Tag. Aber warum nennen sie es “Silentium” – “Stille?”

“Eigentlich geht es um den kontemplativen Aspekt – und es funktioniert. Leute gehen vorbei, sehen es sich an und werden ruhig.”

“Die Leute fassen es an, berühren es, und sie bewundern es sogar, erklären die beiden Studenten.

Und der Glühwein darf auf dem Festival bei den kalten Temperaturen auch nicht fehlen.

Mit dem “Lichterfest” kann Lyon auch ein kleines bisschen angeben . Denn die Idee der Licht-Projektionen und Installationen haben mittlerweile auch andere Städte übernommen.