Eilmeldung

Eilmeldung

Kampf um die Pipelines: Nabucco droht zu scheitern

Sie lesen gerade:

Kampf um die Pipelines: Nabucco droht zu scheitern

Schriftgrösse Aa Aa

Mit gleich mehreren Pipelines wird Gas aus dem Osten nach Mitteleuropa transportiert. Für Russland ist der Baubeginn der South Stream-Pipeline besonders wichtig – immerhin kommt Moskau damit seinem Ziel, seine Dominanz auf dem europäischen Energiemarkt zu festigen, einen großen Schritt näher.

Mit North Stream wird bereits russisches Gas durch zwei Leitungen direkt nach Deutschland gepumpt, ein Ausbau wird erwogen. South Stream soll nun dem Kreml den Zugang zum südeuropäischen Markt erleichtern. Auf diesen zielen freilich auch andere Projekte ab, etwa eine Pipeline durch die Türkei, Griechenland und Italien, kurz TGI genannt, die Transadriatische Pipeline, kurz TAP, die von Griechenland über Albanien nach Italien führen soll, oder die Nabucco-Pipeline, die ebenfalls über die Türkei führen soll.

Gerade Nabucco allerdings steht nun auf der Kippe: Der deutsche Energiekonzern RWE hat seinen Rückzug aus dem Konsortium angekündigt. RWE und der österreichische Versorger OMV haben offenbar unterschiedliche Vorstellungen über die künftige Eigentümerstruktur und die strategische Ausrichtung von Nabucco. Es ist fraglich, ob das Projekt nun ganz scheitert oder ob die OMV die 16,6 Prozent von RWE übernimmt.