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Krise in Ägypten: Mursi bietet Opposition Gespräche an


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Krise in Ägypten: Mursi bietet Opposition Gespräche an

Der ägyptische Präsident Mohammed Mursi hat in einer Fernsehansprache der Opposition Verhandlungen angeboten, um die aktuelle Krise zu beenden. Für den kommenden Samstag lud er alle Parteien zu einem Nationalen Dialog ein. Zudem erklärte er sich bereit, nach der Abstimmung über die neue Verfassung auf das umstrittene Dekret zu verzichten, durch das er sich mehr Machtbefugnisse zugesichert hatte.

Derweil bleibt die Lage in der ägyptischen Hauptstadt Kairo weiter angespannt. Nach den schweren Straßenschlachten in der Nacht zu Donnerstag haben sich erneut Hunderte Oppositionelle vor dem Präsidentenpalast versammelt. Andernorts gab es erneut Krawalle.
Die Republikanischen Garden hatten zuvor um den Präsidentenpalast einen Schutzwall aus Panzern und Stacheldraht errichtet. Ein Sprecher versicherte, die Streitkräfte würden nicht zur Unterdrückung der Demonstranten eingesetzt.

Die Garden hatten den Demonstranten eine Frist bis zum Nachmittag gesetzt, um sich zurückzuziehen. Die Mursi-Anhänger verließen daraufhin den Platz. Die Oppositionellen demonstrierten dagegen weiter. Bei den Unruhen in der Nacht zu Donnerstag wurden mindestens fünf Menschen getötet und mehr als 600 verletzt.

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