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Ghana wählt länger: "Die Wahlkommission hat wohl ihre Hausaufgaben nicht ganz gemacht"

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Ghana wählt länger: "Die Wahlkommission hat wohl ihre Hausaufgaben nicht ganz gemacht"

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Wegen technischer Pannen ist die Präsidentenwahl in Ghana um einen Tag verlängert worden. Viele der 14 Millionen Wahlberechtigten hatten am Freitag in langen Reihen oft stundenlang gewartet, um ihre Stimme abzugeben – vergebens.

Nach dem Tod von Präsident John Atta Mills (68) war im Juli sein Stellvertreter John Dramani Mahama vom National-Demokratischen Kongress (NDC) eingesprungen.

Größere Siegchancen werden seinem Konkurrenten Nana Akufo-Addo (68) von der konservativ-liberalen Neuen Patriotischen Partei (NPP) zugestanden.

Ex-Präsident John Kufuor:

“In den Nachrichten bekommt man den Eindruck, die Wahlkommission hat ihre Hausaufgaben nicht so ganz gemacht, nicht mal in der Hauptstadt Accra.”

Ghana gilt als demokratischer Musterstaat Afrikas, mehrere Machtwechsel liefen friedlich ab.

Ein vorläufiges Endergebnis der Wahl zwischen acht Kandidaten wird am Sonntag erwartet. Sollte keiner der die absolute Mehrheit erreichen, kommt es Ende Dezember zu einer Stichwahl.

Ghana ist einer der größten Kakao- und Gold-Produzenten der Welt. Vor allem neue Ölfunde bescherten dem Land 2011 den weltweit höchsten Wachstumsschub (13,6 Prozent). Allerdings profitieren vom Rohstoffreichtum nur wenige.

Mit dpa, Reuters