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Italien: Napolitano will Krise mit Monti besprechen

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Italien: Napolitano will Krise mit Monti besprechen

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Italiens Präsident Giorgio Napolitano will sich Medienberichten zufolge wegen der politischen Krise im Land an diesem Samstag mit Ministerpräsident Mario Monti treffen. Schon seit einiger Zeit spricht Napolitano regelmäßig mit Vertretern mehrerer Parteien, denn er will, dass die Monti-Amtszeit ordentlich zu Ende geht. Das ist aber nicht sicher, denn die Mitte-rechts-Partei von Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi (PdL) unterstützt Montis Technokratenregierung nicht mehr. Sie will zwar auch nicht stürzen, aber die “Phase Monti” sei abgeschlossen, so PdL-Chef Angelino Alfano.

Beobachtern zufolge wollen die Konservativen die für kommenden April vorgesehenen Wahlen vorziehen, denn die italienische Linke befindet sich im Aufschwung.

Der Politikanalyst Giovanni Orsina sagte: “Es scheint so, als habe sich Berlusconi zur Rückkehr entschlossen und als wolle er mit einer Anti-Monti-Plattform um die Wiederwahl kämpfen. Sobald diese Dinge klar sind, ist der Kampfplatz ziemlich eindeutig.”

Dass Berlusconi die vor einem Jahr an Monti abgetretene Macht allerdings wiedererlangt, halten Experten für unwahrscheinlich. Doch immerhin könnten die Konservativen bei vorzeitigen Wahlen ihre Stimmverluste begrenzen.