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Mini-Kompromiss auf Weltklima-Gipfel in Doha

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Mini-Kompromiss auf Weltklima-Gipfel in Doha

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Nach langwierigen Verhandlungen haben sich die fast 200 Teilnehmerstaaten des Weltklimagipfels in Doha darauf geeinigt, das Kyoto-Protokoll bis 2020 zu verlängern. Von einem Durchbruch kann jedoch keine Rede sein.

Selbst der dünne Kompromiss kam nur zustande, weil Gipfelpräsident Abdullah Bin Hamad al-Attija die Einwände Russlands ignorierte und alle Dokumente im Eilverfahren absegnete. So konnte ein Scheitern der Konferenz vermieden werden.

Der deutsche Umweltminister Peter Altmaier sprach von einem Meilenstein in Hinblick auf wirksamen Klimaschutz weltweit. Er erklärte: “Es ist ein guter Kompromiss. Es ist eine solide Basis auf der wir in den kommenden zwei Jahren aufbauen können. Was mir diesmal besonders aufgefallen ist, ist die Solidarität, die stärker war als bei früheren Konferenzen.”

Greenpeace-Chef Kumi Naidoo war anderer Meinung:
“Den Regierungen muss klar gemacht werden, dass dieses Scheitern ein Verrat an den Menschen in den Philippinen und im Rest der Welt ist, die heute und in Zukunft mit den Konsequenzen des Klimawandels zu kämpfen haben. Es geht hier nicht um abstrakte Konzepte wie Planet, Klima oder Umwelt, sondern um die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder, die wir hier verschleudern.”

Kritiker klagen, dass die verabschiedeten Maßnahmen nicht ausreichen, um den Anstieg der Treibhausgas-Emissionen zu stoppen.

Einziger Lichtblick: Bei der Konferenz in Doha wurde weniger Papier verschwendet und so konnten 248 Bäume gerettet werden.