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Oberster Hamaschef: "Heute gehört uns Gaza, morgen Tel Aviv"


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Oberster Hamaschef: "Heute gehört uns Gaza, morgen Tel Aviv"

Der Exilchef der Hamas, Chaled Maschaal, ist zum ersten Mal seit 45 Jahren wieder im Gazastreifen. Vor jubelnden Massen kündigte er die Befreiung Palästinas und die Zerstörung Israels an: “Heute gehört uns Gaza, morgen Ramallah, dann Jerusalem, danach Haifa und Tel Aviv”.

Bei der Kundgebung in Gaza feierte die Hamas ebenfalls ihren 25. Jahrestag. Auf dem Platz in Gaza-Stadt, auf dem sich Maschaal feiern ließ, waren Abbilder von riesigen M75-Raketen zu sehen, die Palästinenser im vergangenen Monat in Richtung Tel Aviv und Jerusalem abschossen.

“Gaza zu besuchen ist wie meine dritte Wiedergeburt”, sagte der 56-Jährige, der im Alter von elf Jahren mit seinen Eltern vor den
Israelis aus dem Westjordanland, wo er geboren wurde, geflohen war. Als zweite Geburt nannte er einen knapp überstandenen israelischen
Attentatsversuch. “Ich hoffe, dass ich meine vierte Wiedergeburt habe, wenn wir ganz Palästina befreit haben”, fügte er hinzu.

Damit bestätigte Maschaal zwar das in der Gründungsakte der Hamas niedergelegte Ziel, auch das heutige Israel wieder unter palästinensische Kontrolle zu bringen. Dennoch gingen politische
Beobachter im Gazastreifen davon aus, dass es sich um Lippenbekenntnisse handelte. Der Mann mit dem silbergrauen Bart gilt vielen als Vertreter einer eher pragmatischen Linie und hat in der Vergangenheit einen langfristigen Waffenstillstand von bis zu 20 Jahren mit Israel vorgeschlagen, um die Lösung des Konflikts der nächsten Generation
beider Seiten zu überlassen.

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