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Ägypten: Opposition kämpft gegen Islamisierung

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Ägypten: Opposition kämpft gegen Islamisierung

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Vor dem Präsidentenpalast in Kairo gehen die Proteste gegen Ägyptens Präsident Mohammed Mursi weiter.

Er hat auf seine Sondervollmachten verzichtet, will aber weiterhin das Referendum zur umstrittenen Verfassung am kommenden Samstag abhalten.

Die Opposition hat zu Protesten gegen die gefürchtete Islamisierung des Landes aufgerufen.
Sie sagt, der Entwurf unterdrücke Freiheiten und Rechte und spiegele nicht die Vielfalt der 83 Millionen Ägypter wider. Sameh Ashour, der Vertreter der ägyptischen Anwälte, erklärte: “Wir lehnen dieses Referendum ab, denn es wird mit Sicherheit Unfrieden stiften und zu Spaltungen führen.”

Mursis Anhänger wollen ebenfalls am kommenden Dienstag auf die Straße gehen. Sie sehen die Volksabstimmung als Teil des demokratischen Wandels, der mit dem Sturz des ehemaligen Herrschers Husni Mubarak seinen Anfang nahm.
“Wir unterstützen jegliche Entscheidung, die Mohammed Mursi fällt. Wir stehen hinter ihm, bis er das Land von den Resten des alten Regimes gereinigt hat. Er muss auch gegen die Wut vorgehen, denn es gibt Menschen, die Ägypten nichts Gutes wünschen,” so ein Anhänger Mursis.

Die Angestellten des ägyptischen Staatsfernsehens protestierten unterdessen gegen die Regierung. Sie versuche Druck auszuüben, um die Journalisten dazu zu zwingen, die Muslimbruderschaft positiv darzustellen. Sie kämpfen für das Recht weiterhin unabhängig zu berichten.