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EU: Friedensnobelpreis, ein Ansporn für die Zukunft

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EU: Friedensnobelpreis, ein Ansporn für die Zukunft

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Die Europäische Union erhält an diesem Montag in Oslo den Friedensnobelpreis. Die Jury will so Europa für das jahrzehntelange Bemühen um Frieden, Versöhnung, Demokratie und Menschenrechte auszeichnen.

Kommissionschef José Manuel Barroso, Parlamentspräsident Martin Schulz und Ratspräsident Herman van Rompuy werden den Preis entgegennehmen.

Rompuy sieht die Auszeichnung auch als Ansporn:
“Europa macht gerade eine schwierige Zeit durch. Wir arbeiten hart, zusammen als eine Einheit und in allen Mitgliedsländern, um diese Probleme in den Griff zu bekommen. Ich bin mir sicher, dass uns das gelingen wird. Wir wollen, dass Europa wieder zu einem Symbol der Hoffnung wird.”

Schulz zufolge ist die Auszeichnung auch eine Ermahnung an die Europäer, ihr Erbe nicht zu verspielen.

Die europäischen Bürger sind in Bezug auf die Würdigung geteilter Meinung: “Es ist gut, wenn alle zusammenhalten, denn die Europäische Union ist als Ganzes stärker. Ich finde, sie verdient den Preis.” Eine Rentnerin meinte: “Sehr viele Menschen setzen sich für den Frieden ein und manche vielleicht besser als die Europäische Union. Außerdem ist die Europäische Union so unpersönlich.”

Unsere Korrespondentin Isabelle Kumar sagte:
“Mitten in einer akuten Wirtschaftskrise, zunehmenden sozialen Spannungen und Meinungsverschiedenheiten zwischen Mitgliedsstaaten scheint die Europäische Union eine zweifelhafte Wahl für den Friedensnobelpreis zu sein. Die Entscheidung 2009 US-Präsident Barack Obama den Friedensnobelpreis zu verleihen wurde ebenfalls kritisiert und nun warnen manche, dass sich das Nobelpreiskomitee auf dünnem Eis bewegt.”