Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Greenpeace stört SPD-Kandidatenkür: "Genug Kohle gescheffelt"


Deutschland

Greenpeace stört SPD-Kandidatenkür: "Genug Kohle gescheffelt"

Die deutschen Sozialdemokraten haben auf ihrem außerordentlichen Parteitag in Hannover den ehemaligen Bundesfinanzminister Peer Steinbrück zu ihrem Kanzlerkandidaten gewählt. Er war der einzige Bewerber und tritt nun im Herbst 2013 gegen Kanzlerin Angela Merkel an.

Steinbrück kündigte an, die soziale Gerechtigkeit zum zentralen Wahlkampfthema zu machen. “Deutschland braucht wieder mehr
Wir und weniger Ich”, sagte der jetzt auch offizielle
sozialdemokratische Kanzlerkandidat. “Es ist Zeit für einen Wechsel.” Dabei stehe er selbst für die Wiederauflage einer großen Koalition “nicht zur Verfügung”. Er wolle einen “ganzen Regierungswechsel” und keinen halben. Steinbrück war von 2005 bis 2009 unter Merkel Finanzminister.

Die nächste Bundestagswahl findet voraussichtlich Ende September 2013 statt. In Hannover ging Steinbrück auch auf die Kritik an seinen gut
bezahlten Reden ein. An die Adresse seiner Partei sagte er: “Meine Vortragshonorare waren Wackersteine, die ich in meinem Gepäck habe
und leider auch Euch auf die Schultern gelegt habe.” Neben Kritik habe er aber auch “viel Solidarität” erfahren. Zu Beginn wurde seine
Rede durch ein Plakat “Genug Kohle gescheffelt” gestört, das Greenpeace-Mitglieder in die Höhe hielten.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

Nächster Artikel

welt

Wortgefechte zwischen Israel und der Hamas