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Wortgefechte zwischen Israel und der Hamas

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Wortgefechte zwischen Israel und der Hamas

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Die radikalen Äußerungen von Hamas-Chef Chaled Maschaal zeigen nach Einschätzung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu das wahre Gesicht seiner Organisation.

Er fügte hinzu, dass es ein Fehler war, sich 2005 aus dem Gazastreifen zurückzuziehen. Israel werde also das Westjordanland nicht verlassen, da sonst das Gebiet zu einem neuen, für Israel gefährlichen, Gaza werde.

Netanjahu erklärte: “Es ist interessant, dass ausgerechnet Mahmud Abbas die Hamas, die sich für Israels Zerstörung ausgesprochen hat, nicht verurteilt hat. Abbas hat auch die Raketen, die vom Gazastreifen in Richtung Israel geschossen wurden, nicht verurteilt. Und zu meinem Bedauern will er mit der Hamas zusammenarbeiten, die vom Iran unterstützt wird.”

Bei einem Besuch der Islamischen Universität in Gaza hat Maschaal erneut verkündet, dass die Hamas Palästina Stück für Stück “befreien” werde.

Damit bleibt er der Linie der Hamas treu, neu ist allerdings, dass er die Versöhnung mit der moderaten Palästinenserorganisation Fatah sucht.

Viele Palästinenser hoffen, dass die seit fünf Jahren andauernde Fehde bald beigelegt werde kann: “Der Besuch von Chaled Maschaal zum Jubiläum der Hamas läutet das Ende der Spaltung ein und den Beginn einer nationalen Einheit.” Ein anderer Mann sagte: “Die Versöhnung ist auf dem Weg. Es werden große Anstrengungen unternommen, um die Teilung endlich zu überwinden.”

Beobachter werten es unterdessen als ein positives Zeichen, dass die Hamas alles tut, um den vereinbarten Waffenstillstand mit Israel einzuhalten.