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Krebskranker Chavez zur Behandlung auf Kuba

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Krebskranker Chavez zur Behandlung auf Kuba

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Kubas Staatschef Raul Castro spielte Empfangskomitee. Am Flughafen von Havanna holte er seinen venezolanischen Amtskollegen ab, den erneut an Krebs erkrankten Hugo Chavez. Der will sich in Havanna seiner inzwischen vierten Krebsoperation unterziehen. Am Samstag hatte er mitgeteilt, es seien bei einer Kontrolle in Kuba wieder bösartige Zellen gefunden worden, die Operation sei absolut notwendig, so der Sozialist.

Und offensichtlich rechnet Chavez zumindest damit, das Amt des Staatschefs abgeben zu müssen. So ernannte er seinen Stellvertreter Nicolas Maduro zum potentiellen Nachfolger – für alle Fälle. Symbolisch übergab er ihm das Schwert der Macht, das Fernsehen übertrug die Bilder. Dann machte er sich auf zum Flughafen.

Seit Mitte vergangenen Jahres war Chavez in Krebsbehandlung. Im Juli ließ er dann nach Operationen und Chemotherapie wissen, er sei völlig frei vom Krebs. Dem war aber nicht so.

Unklar ist, um was für eine Art von Krebs es sich genau handelt. Bisher wurde nur bekannt, dass der Beckenbereich befallen ist. Chavez ist seit 1999 an der Macht, vor zwei Monaten wurde er mit 55 Prozent wiedergewählt.