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Römisches Polittheater vergrätzt Finanzmärkte

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Römisches Polittheater vergrätzt Finanzmärkte

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Deutlich negativ haben die Finanzmärkte auf die politischen Entwicklungen in Italien reagiert. In Mailand gaben die Aktienkurse um 3,4 Prozent nach, die Rendite für eine zehnjährige Staatsanleihe stieg um 38 Basispunkte auf 4,9 Prozent. Ministerpräsident Monti hatte am Wochenende seinen Rücktritt angekündigt, nachdem Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi erklärte, er wolle in die Politik zurückkehren und seine Partei Monti das Vertrauen entzog.

Auch in Europa ist man besorgt: “Mario Monti war und ist ein großartiger Ministerpräsident. Seine Reform- und Konsolidierungsbemühungen in den verschiedensten Sektoren der italienischen Wirtschaft sind absolut notwendig. Wir müssen diese Politik auf jeden Fall fortsetzen”, verlangt EU-Ratspräsident Herman van Rompuy.

Nicht nur die Finanzmärkte und die europäischen Partner sind verunsichert, auch die Menschen auf dem römischen Gemüsemarkt sind von der Aussicht auf ein Comback von Ex-Ministerpräsident Silvis berlusconi Berlusconi nicht begeistert: “Wir Italiener müssen uns sorgen, nicht wegen der Krise, sondern wegen dieses Deppen. Ich hoffe man poliert ihm so richtig die Fresse und dann “Arrividerci”; dann kann er zurück auf die Cayman Inseln”, schimpft Marktbeschickerin Sonia Porietta.

Ex-Ministerpräsident Berlusconi hatte am Wochenende seine Rückkehr in die Politik bekanntgegeben. Das Land stehe am Abgrund, er müsse es retten. Seine Partei PdL befindet sich in der Krise, in den Meinungsumfragen liegt sie nur nach bei 15 %.