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Ägypten: Sorge vor Straßenschlachten

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Ägypten: Sorge vor Straßenschlachten

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In Ägypten wächst die Nervosität. Der Verfassungsstreit soll erneut auf der Straße ausgetragen werden. Gegner und Anhänger des Präsidenten Mohammed Mursi bereiten sich auf Massenproteste in Kairo und Alexandria vor.

Die Opposition will nach eigenen Angaben
Zusammenstöße mit den Islamisten vermeiden. Doch viele Demonstranten rechnen trotzdem mit Gewaltausbrüchen: “Wenn die Mehrheit der Demonstranten nach Hause gegangen ist, werden Mursis Anhänger die Oppositionellen angreifen, die über Nacht auf der Straße bleiben. All diese Barrikaden reichen nicht aus, um die Revolutionäre zu stoppen. Diese Steine sind kein Hindernis für uns.”

Manche Mitglieder der Opposition rufen zu einem Boykott der Volksabstimmung zur umstrittenen Verfassung auf. Andere halten davon nichts:
‘‘Macht nicht die Wahl kaputt. Nicht seine Stimme abzugeben, bringt nichts. Geht und wählt, sagt nein, damit die Revolution uns wieder einen kann und wir zusammen einen Zivilstaat mit Freiheiten aufbauen können.”

Das Militär hat an mehreren Stellen in Kairo seine Panzer in Stellung gebracht. Die Armee rief beide Seiten dazu auf, ihre Differenzen durch einen Dialog zu lösen. Sie wolle verhindern, dass Ägypten in einen dunklen Tunnel gerate.