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LeWeb'12: Das Netzwerk der Objekte

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LeWeb'12: Das Netzwerk der Objekte

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Oscar, der Roboter, begrüßte die Besucher der internationalen Technologie Konferenz “LeWeb” in Paris, quasi mit Handschlag. Die Konferenz zum Thema “The Internet of things” vereinte rund 3500 Firmenvertreter, Investoren, Blogger und Internet-Fans. Im Zentrum der Aufmerksamkeit stand die massive Vernetzung aller Objekte, mit der wir in absehbarer Zukunft rechnen dürfen.
Zu den beliebtesten Geräten der Veranstaltung gehörte der lernfähige Temperaturregler, der dazu imstande ist, sich den Klimagewohnheiten seines Benutzers anzupassen. Sensoren registrieren, wenn niemand daheim ist, und das Haus weder beheizt noch gekühlt werden muss. Der Regler lässt sich mit iPhone, Android-Handys, iPad oder Browser aus der Ferne bedienen. Entwickelt wurde das Gerät vom Computeringenieur Tony Fadell, der als Erfinder des iPod-Konzepts gilt.
“Wenn man das Gerät aus der Verpackung nimmt, ist es wie ein Kleinkind, dem ich alles beibringe. Morgens um 8 wünsche ich diese Temperatur, wenn ich zur Arbeit gehe, jene und am Wochenende wieder eine andere. Nach drei oder vier Tagen ist das Kleinkind bereits so schlau wie ein Teenager und macht all das von allein.”
In Zukunft werden wir nicht nur Objekte vernetzten, sondern auch Pflanzen. Koubachi ist ein drahtloser Sensor, der sich um das Wohl Ihrer Grünpflanze sorgt und den man jederzeit auf Distanz abfragen kann. Die Sonde überträgt die Daten auf den Server des Herstellers. Der Nutzer kann sie per Smarthone-App oder über das Internet abrufen. Sollte es der Pflanze dennoch an irgendetwas fehlen, gibt das System Pflegehinweise und sendet im Notfall sogar einen Alarmruf aus.
Diese Anwendung ist speziell für Menschen, denen es schwerfällt, sich die Dinge räumlich vorzustellen, zum Beispiel bei der Planung der neuen Küche oder bei der Renovierung des Wohnzimmers. Die Software bringt Objekte auf dem Bildschirm in die gewünschte Position und veranschaulicht, wo Sofa, Regal oder Kochzeile am besten stehen sollten. Auf diese Weise lassen sich auch Tapeten oder Wandfarben virtuell darstellen.
Wir alle kennen das Problem. Der Nachbar soll die Blumen gießen oder den Klempner hereinlassen, deswegen legen wir ihm den Hausschlüssel unter den Fußabtreter.
Das geht viel sicherer mit dem ferngesteuerten Türschloss. Mit dieser Vorrichtung, die ganz einfach auf das herkömmliche Türschloss aufgesetzt wird, kann man per Smartphone auf- und zusperren. Das Schloss ist über WLAN mit dem Internet verbunden und kann dann von jedem beliebigen Handy ferngesteuert werden.
Speziell für junge Kunden konzipiert ist das neue Lumia 620 von Nokia, ebenfalls vorgestellt auf der Web-Konferenz in Paris.
Dem Hersteller zufolge das bisher günstigste Smartphone mit Microsofts aktuellem Betriebssystem Windows Phone 8.
Damit will Nokia vor allem gegen die übermächtige Android-Konkurrenz ankämpfen.
Das Gerät hat Wechselcover in peppigen Farben und wird Anfang 2013 zunächst in Asien, in Europa und dem Mittleren Osten auf den Markt kommen.