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Nach Übergriff: Polizei in Belfast in Alarmbereitschaft

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Nach Übergriff: Polizei in Belfast in Alarmbereitschaft

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Die nordirische Regierung hat den Anschlag auf eine Polizistin in Belfast scharf verurteilt. Pro-britische Demonstranten hatten eine Benzinbombe auf einen Streifenwagen geworfen, in dem die Polizistin saß. Sie konnte unverletzt aus dem Auto fliehen.

Die nordirische Polizei ist wegen der anhaltenden Gewalt seit Tagen im Dauereinsatz. Der Polizeipräsident Matt Baggott erklärte in Belfast, “es handelt sich hier ganz klar um einen versuchten Mordanschlag auf eine weibliche Kollegin. Ich bin sehr wütend und traurig, dass das Leben junger Menschen in Gefahr gebracht wird. Jeder muss uns nun unterstützen, die Lage unter Kontrolle zu beruhigen.”

Die Unruhen brachen vor gut einer Woche aus, als die Stadtverwaltung von Belfast beschloss, die britische Flagge nur noch zeitweise zu hissen – zuvor war sie dauernd zu sehen.
Pro-britische Demonstranten bewarfen Polizisten mit Flaschen, Steinen und Feuerwerkskörpern. Die Sicherheitskräfte gingen mit Wasserwerfern gegen die Protestierenden vor.

Trotz eines Friedensabkommens von 1998 bleiben die Fronten in Belfast verhärtet.