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Ukraine: Die Rückkehr von Asarow

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Ukraine: Die Rückkehr von Asarow

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Der ukrainische Staatschef Viktor Janukowitsch will Ministerpräsident Mikola Asarow wieder ins Amt befördern. Das Parlament soll seine Kandidatur am kommenden Mittwoch prüfen.

Die Opposition kritisierte die Nominierung scharf. Asarow habe das Land in seiner ersten Amtszeit in eine politische und wirtschaftliche Krise geführt. Er sei zu dringend benötigten Reformen nicht fähig.

Der 64-Jährige gilt als loyaler Weggefährte von Janukowitsch und ist aus mehreren Gründen dessen erste Wahl. “Asarow ist ein angemessener Kandidat für Präsident Janukowitsch. Erstens hat er keinen politischen Ehrgeiz. Er wird nie seine eigene Bewegung starten und nie einen Konkurrenz für Janukowitsch darstellen. Zweitens steht er keiner der rivalisierenden Gruppen in der Partei der Regionen besonders nahe,” so der Experte Serhiy Taran.

Die Partei der Regionen hat 223 Sitze im Parlament, sie benötigt drei zusätzliche Stimmen, um Asarow zu ernennen.

Der Abgeordnete Volodimir Oliynyk erklärt: “Wir wollen schnell handeln. Das Parlament soll spätestens am 12. Dezember seine Arbeit aufnehmen. Dann können wir uns mit dem Kandidaten für den Posten des Ministerpräsidenten befassen. Die Bildung der Regierung wird bis Ende der Woche abgeschlossen sein.”

Unsere Korespondentin Evgeniya Rudenko fasst zusammen: “Mikola Asarow könnte am kommenden Mittwoch erneut zum Ministerpräsidenten ernannt werden. Doch Experten rechnen mit Veränderungen in der Regierung und über die zukünftigen Minister wird weiter spekuliert.”