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Seoul: Pjöngjangs Raketenstart bedroht Frieden

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Seoul: Pjöngjangs Raketenstart bedroht Frieden

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Der Start einer Rakete in Nordkorea hat die Internationale Gemeinschaft alarmiert. Südkorea, Japan und die USA setzten sich dafür ein, dass der Weltsicherheitsrat an diesem Mittwoch über das Vorgehen berät.

Pjönjang hatte die Rakete gegen zehn Uhr Ortszeit gestartet. Ein Wettersatellit erreichte die Erdumlaufbahn ohne größere Probleme.

Dies wurde in Nordkorea groß gefeiert. Für die Menschen hat ihr politischer Führer Stärke demonstriert.

Tänzerin Mun Su-Kyong meinte nach ihrem Auftritt in der Hauptstadt, “der erfolgreiche Start der Rakete ist unser ganzer Stolz. Damit sieht der Rest der Welt, welche Ehre Kim Il Sung und Kim Jong Un und allen Koreanern zu Teil wird.”

Skepsis im Nachbarland China. Das Außenministerium warnte, Nordkorea solle sich an die UN-Resolutionen halten; diese zwingen das Land, sein Raketenprogramm einzustellen. Peking fordert, der Dialog mit Pjöngjang sei der einzige Weg aus der Krise.

Einerseits sei gut, dass Nordkorea und China seit langem gute Beziehungen pflegen, denkt der Pekinger Zhang. Schlecht dagegen sei, dass Nordkorea sehr nah liege, so könnte ein Raketenstart China gefährlich werden.

Als nicht hinnehmbar bezeichnete die japanische Regierung das Vorgehen in Nordkorea. Das Land berief den nationalen Sicherheitsrat ein. Besorgnis in den Straßen Tokios.

Studentin Chinami Nogisue appellierte an die Regierung: “Ich hatte Angst. Ich hoffe, die Regierung bereitet sich das nächste Mal besser vor, sollte Nordkorea einen weiteren Versuch starten.”

Südkorea sieht durch den Raketenstart den Frieden auf der koreanischen Halbinsel bedroht. Mehrere Menschen protestierten in Seoul.
Für viele Staaten ist der Start ein verdeckter Test für eine Interkontinentalrakete, die mit einem atomaren Sprengkopf ausgerüstet werden kann.