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Traurige Weihnachten in Athen - nur Second-Hand boomt

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Traurige Weihnachten in Athen - nur Second-Hand boomt

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So richtig in Gang kommt das Weihnachtsgeschäft derzeit noch nicht in den Einkaufsstraßen Athens – trotz der neuen EU-Hilfsgelder für Griechenland. Daran können weder der Weihnachtsmann etwas ändern noch flotte Festtagsmusik, die in der Innenstadt zu hören ist. Viele Griechen sind skeptisch, dass die neuen Milliarden aus Brüssel auf lange Sicht etwas bewirken können. 
 
“Ich glaube, das wird helfen, aber nur kurzfristig,” sagt eine Wirtschaftsexpertin, “wir brauchen sehr große Veränderungen, damit sich unser Land wirklich erholt.”
 
“Wir kriegen das Geld, okay, aber wichtig ist doch, wie wir aus der Situation wieder rauskommen,” sagt ein junger arbeitsloser Mann, “eigentlich sollten wir jetzt zu Weihnachten optimistisch sein, aber viele Griechen sind pessimistisch, und ich glaube nicht, dass es besser wird.”
 
Neuesten Zahlen zufolge stieg die Arbeitslosigkeit im dritten Quartal dieses Jahres auf einen Rekordwert von fast 25 Prozent. Ein Jahr zuvor lag die Quote im gleichen Zeitraum noch bei knapp 18 Prozent. Kein Wunder, dass derzeit vor allem Second-Hand-Läden gute Geschäfte machen. Manche verkaufen gebrauchte Kleidung inzwischen kiloweise – und so landet dann doch noch das eine oder andere Designer-Stück auf den griechischen Gabentischen.