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Angespannte Lage vor Referendum in Ägypten

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Angespannte Lage vor Referendum in Ägypten

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Am Tag vor dem umstrittenen Referendum über den Verfassungsentwurf ist die Lage in Ägypten weiterhin angespannt. In Alexandria kam es erneut zu Zusammenstößen zwischen Oppositionelle und der Polizei. Laut Aussagen der Sicherheitskräfte hatten die Demonstranten versucht, die Uferstraße zu blockieren. Wie der Nachrichtensender Al-Arabija berichtet, gab es dabei mehrere Verletzte. Auch in Kairo versammelten sich erneut Gegner des islamistischen Präsidenten Mohamed Mursi. Die Oppositionellen haben sich nun für eine neue Taktik entschieden, um den Verfassungsentwurf zu stoppen. Das größte Oppositionsbündnis, die Nationale Rettungsfront, hat die Parole ausgegeben: “Geht zur Abstimmung und stimmt mit “Nein”!”

Ein Mursi-Gegner meint:
“Natürlich werden wir mit Nein stimmen. Diese Verfassung nimmt Vielen die Freiheit. Zum Beispiel der Presse und den Medien. Wir alle werden, so Gott es will, gegen die neue Verfassung stimmen.”

“Allen Protestierenden möchte ich sagen, Mohamed Mursi ist der gewählte Präsident. Und das ägyptische Volk hat ihn gewählt. Und wir müssen unsere Wahl schützen.”, sagt ein Anhänger des Präsidenten.

So wie er denken Viele. Vor einer Moschee im Kairoer Stadtteil Nasr-City versammelten sich nach dem Freitagsgebet mehrere Tausend Islamisten zu einer Kundgebung. Sie hoffen darauf, dass die Mehrheit der Bürger für den Verfassungsentwurf stimmt.