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Griechenland spart - auch beim Weihnachtsfest

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Griechenland spart - auch beim Weihnachtsfest

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Das schuldengeplagte Griechenland will mit Hilfe höherer Steuern in den kommenden zwei Jahren rund 2,5 Milliarden Euro einnehmen. Unter anderem sollen Unternehmen höher besteuert werden. Zudem plant Finanzminister Ioannis Stournaras, Gutverdiener stärker zur Kasse zu bitten, Aktiengeschäfte zu besteuern und Ausnahmeregelungen zu streichen. Die Zustimmung zu den Neuregelungen ist eine der Voraussetzungen, die das Parlament in Athen für weitere Hilfskredite erfüllen muss.

Der griechischen Bevölkerung steht unterdessen ein mageres Weihnachtsfest bevor. Die Ladenbesitzer setzen kaum Hoffnungen in das Weihnachtsgeschäft, denn die Menschen müssen sparen. “Verglichen mit den vergangenen Jahren ist dies ein armseliges Weihnachten”, meint eine Passantin. “Die Menschen leiden.” Eine ältere Frau sieht es ähnlich: “Die Regierung hat unsere Gehälter gekürzt und uns alles genommen, sie hat die Steuern erhöht – wie sollen wir da einkaufen gehen? Ich kann nur einen Schaufensterbummel machen. Niemand in meiner Familie hat einen Job.”

Auch die Städte müssen ihr Geld zusammenhalten. Athen will für Weihnachtsbeleuchtung und Dekoration nur ein Zehntel des Budgets der letzten Jahre aufwenden. Der Bürgermeister erklärte, man werde sich auf den eigentlichen Sinn des Weihnachtsfests konzentrieren.