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Rebellen ziehen Ring um Damaskus offenbar weiter zu


Syrien

Rebellen ziehen Ring um Damaskus offenbar weiter zu

Der Bürgerkrieg in Syrien erreicht die Hauptstadt. Die Rebellen versuchen, von Süden aus ins Zentrum von Damaskus vorzudringen. Aktivisten berichteten von zahlreiche Explosionen. Offenbar versuchen die Truppen von Machthaber Baschar al-Assad einen weiteren Vormarsch der Rebellen auf Damaskus mit
aller Macht zu stoppen.

Regimegegner organisierten den Angaben zufolge nach dem Freitagsgebet in mehreren Städten Solidaritätskundgebungen für die islamistische al-Nusra-Front. Die Organisation war von der US-Regierung diese Woche zur Terrororganisation erklärt worden. Ihre Kämpfer stammen zum Teil aus anderen islamischen Ländern. Sie kämpfen gemeinsam mit Bürgerwehren und Deserteuren der Freien Syrischen Armee gegen die Truppen des
Regimes.

Im Westen Aleppos sollen die Aufständischen die letzte Kaserne der Regierungstruppen eingenommen haben. Überprüfbar sind diese Angaben allerdings nicht, weil das Regime eine Informationssperre berhängt hat.

In Damaskus wird inzwischen auch der Treibstoff knapp, vor den Tankstellen bilden sich lange Warteschlangen. Auch die Versorgung mit Lebensmitteln wird offenbar immer schwieriger. Beobachter gehen davon aus, dass das Regime nur noch wenige Wochen durchhalten kann.

Aktivisten berichteten, am Donnerstag seien landesweit insgesamt 190 Menschen getötet worden. Am Freitag sollen etwa 50 Menschen gewesen sein, die meisten Opfer gab es demnach
an beiden Tagen im Umland von Damaskus.

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