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Newtown unter Schock

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Newtown unter Schock

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Newtown ist eine idyllische, fast verschlafene Stadt mit gut 27 000 Einwohnern, in der man Kriminalitàt bisher vor allem aus dem Fernsehen kannte. Umso größer ist das Entsetzen und die Erschütterung über die Tragödie, die den Ort heimgesucht hat. Und überall dieselbe Frage: Warum?

“Ich begreif´s nicht. Was geht so Einem durch den Kopf, dass so etwas möglich ist?” so ein Bewohner der Stadt.

Überall in Newton hängt Weihnachtsdekoration, die Menschen hatten sich auf das bevorstehende Fest vorbereitet. Nun wird es das traurigste Weihnachten, das die Stadt je erlebt hat:

“Hier passiert normalerweise nie etwas,” sagt eine Frau, “und plötzlich sind wird in Geschichtsbüchern. Nicht weil jemand im Lotto gewonnen hat, sondern wegen etwas Furchtbarem.”

Viele Menschen suchen jetzt Trost und Beistand. Ein wichtiger Anlaufpunkt: Die örtlichen Kirchen.

“Es gibt die Kräfte des Bösen,” sagt ein Geistlicher, “und das ist einer dieser Momente, wo sich das Böse mit großer Wucht zeigt.”

Der Amoklauf lässt die Menschen von Newton ratlos zurück. Manche sprechen von einem Trauma für die Stadt. Ein ähnliches Trauma, wie es auch die Anschläge vom 11.September 2001 hinterlassen haben:

“Wir werden immer daran denken, so wie an den 11.September,“sagt ein Mann, “ich fühle mich wie damals bei den Anschlägen. Aber diese Stadt ist zäh, wir werden uns auch davon nicht unterkriegen lassen.”

“Am Tag nach dem Massenmord wollen die Bewohner dieser Stadt nur das Eine wissen,” so unser Korrespondent Stefan Grobe, “wie konnte das passieren, und warum? Aber sie wissen: Sie werden niemals Antworten bekommen.”