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Ruf nach schärferen Waffengesetzen wird lauter

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Ruf nach schärferen Waffengesetzen wird lauter

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Nach jedem Amoklauf heißt es in amerikanischen Medien, es sei zu früh, um über Waffengesetze zu diskutieren. Unter dem Motto “Es ist an der Zeit” forderten Demonstranten vor dem Weißen Haus die Politiker auf, jetzt endlich zu handeln.

Dem US-Magazin “Foreign Policy” zufolge sterben in den USA jedes Jahr 30.000 Menschen durch den Schuss einer Waffe.

Es werden Forderungen laut, dass man jeden, der eine Waffe kaufen möchte, überprüfen müsse. David Chipman vom Verband “Mayors Against Illegal Guns” erklärte: “Im US-Bundesstaat Virginia zum Beispiel, wo ich lebe, muss man wenn man ein Bier kaufen möchte, seinen Ausweis vorlegen, um zu beweisen, dass man 21 Jahre alt ist. Wenn man aber Waffen kaufen möchte, braucht man keinen Ausweis vorzulegen und muss nicht einmal 21 sein. Solche Unstimmigkeiten finden viele Amerikaner einfach verrückt.”

Larry Pratt, der Chef des Verbands der Waffenbesitzer Amerikas, erklärte unterdessen, dass die Waffengegner für die Tragödie verantwortlich seien, da sie hätte verhindert werden können, wenn Lehrer das Recht hätten, Waffen zu tragen.

In den USA gibt es fast so viele Waffen wie Einwohner, Schätzungen zufolge knapp 300 Millionen im Privatbesitz.