Eilmeldung

Eilmeldung

Amerika und seine Waffen

Sie lesen gerade:

Amerika und seine Waffen

Schriftgrösse Aa Aa

In den USA wird mal wieder über Waffengesetze diskutiert. Die Argumente sind immer die gleichen und Beobachter rechnen nicht damit, dass sich etwas ändern wird. Die Macht der Waffenlobby ist zu groß und Waffenbesitz zu sehr Teil der nationalen Kultur.

Viele Amerikaner sagen, dass nicht die Waffen das Problem seien, sondern der Mensch, der sie abfeuere. Ein Waffenverkäufer erklärte: “Bei den letzten drei oder vier Vorfällen waren die Täter 15 bis 20 Jahre alte weiße Männer. Jedes Mal waren die Täter aus dieser Altersklasse. Was sind
die Gründe für ihre Probleme? Warum drehen diese Männer einfach durch? Das eigentlich wichtige Thema ist also psychische Störung und nicht Waffenkontrolle.”

Waffengegner hoffen, dass Präsident Barack Obama den Mut haben wird die Gesetze zu ändern. Der
demokratische Ex-Senator Chris Dodd sagte:
“Es verblüfft mich, dass wir in einer Gesellschaft leben in der jeden Tag Menschen in Gefahr sind, nur weil viele glauben, dass sie das Recht haben, mit einer geladenen Waffe herumzulaufen. Wann werden wir endlich lernen? Wieviele Lektionen benötigen wir noch?”

In Baltimore gibt ein Projekt Grund zur Hoffnung. Dort können die Bewohner ihre Waffen gegen Essensgutscheine im Wert von umgerechnet 75 Euro eintauschen. Allein am Samstag sammelte die Polizei rund 500 Schusswaffen ein, die nun eingeschmolzen werden sollen.