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Depardieu: Obelix will kein Franzose mehr sein

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Depardieu: Obelix will kein Franzose mehr sein

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Der französische Schauspieler Gérard Dépardieu ist wütend. Nach seinem Umzug nach Belgien war der 63-Jährige in seiner Heimat als Steuerflüchtling abgestempelt worden. Ministerpräsident Jean-Marc Ayrault sagte, die Entscheidung Depardieus Frankreich den Rücken zu kehren sei “unpatriotisch” und “ziemlich erbärmlich”.

Der Obelix-Darsteller will sich das nicht gefallen lassen und kündigte nun in einem offenen Brief an, dass er seinen Pass abgeben werde. Er schreibt weiter, dass er keine Zustimmung, aber Respekt seiner Person gegenüber verlange. Niemand sonst sei so beleidigt worden wie er. Depardieu wirft zudem der Regierung vor, Erfolg und Talent zu bestrafen. Er spielt damit auf die neue Reichensteuer an, die 2013 in Kraft tritt.

Die Franzosen sind geteilter Meinung, die einen finden Depardieu erbärmlich, andere wäre gerne so reich wie er und manche sagen, er habe recht, jeder könne schließlich machen, was er wolle.

Das kleine belgische Dorf Néchin ist an reiche Zugezogene gewöhnt. Depardieu dürfte schnell Anschluss finden, rund ein Drittel der Bewohner sind Franzosen, die sich aus ähnlichen Gründen hier niedergelassen haben. In Belgien gibt es nämlich keine Vermögenssteuer.