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Wähler-Ansturm bei Referendum in Ägypten

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Wähler-Ansturm bei Referendum in Ägypten

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In Ägypten ist die erste Runde der Abstimmung über die neue Verfassung zu Ende gegangen. Der erbitterte Richtungsstreit zwischen Islamisten und Opposition um die Zukunft des Landes hatte die Wähler in Scharen in die Wahllokale gelockt.
Wegen des großen Andrangs blieben die Wahllokale vier Stunden länger als zunächst geplant geöffnet. Insgesamt wurde in zehn Provinzen gewählt, weitere 17 sollen am kommenden Sonnabend nachziehen.

Unklar ist, ob oder wann vorläufige Ergebnisse
bekanntgegeben werden.

Weil nicht genug Richter bereit waren, das Referendum an einem Tag landesweit zu überwachen, war die Aufteilung in zwei Wahlrunden notwendig geworden.

Hunderte Islamisten attackierten unterdessen die Zentrale der liberalen Wafd-Partei. Dabei flogen Feuerwerkskörpern und Tränengasgranaten, zudem seien Schüsse zu hören gewesen, hiess es. Insgesamt blieb es aber nach den blutigen Ausschreitungen im Vorfeld des
Referendums am Wahltag weitgehend friedlich.
Die Opposition beklagte allerdings zahlreiche Wahlrechtsverstöße.